Lernen über den Nationalsozialismus und Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus

Die bisher oft unabhängig voneinander behandelten Bereiche des historisch-politischen Lernens über den Nationalsozialismus und die Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus sollen künftig enger miteinander verbunden werden. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) und das Historische Institut der Universität Mannheim bereiten dazu gemeinsam neue didaktische Ansätze vor.

Im Rahmen von zwei Lehrveranstaltungen erhalten Studierende der Geschichtswissenschaft an der Universität Mannheim zukünftig die Möglichkeit, sich inhaltlich und methodisch vertieft mit den Themen Nationalsozialismus und Rechtsextremismus zu beschäftigen. Der Schwerpunkt liegt neben der Wissensvermittlung auf der Unterrichtspraxis und den Herausforderungen in schwierigen Unterrichtssituationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen ermuntert werden, beide Themen im späteren eigenen Unterricht verbindend zu behandeln.

Ein erstes Teilprojekt ermutigt Lehramtsstudierende zu Besuchen in Gedenkstätten und regt zu deren Einbindung in den Unterricht an. Dabei sollen auch konkrete Methoden zur Arbeit mit den Gedenkstätten in der Kurpfalz entwickelt werden.

Der zweite Teil widmet sich den besonderen didaktischen Anforderungen der Themen Nationalsozialismus und Rechtsextremismus. Unter Berücksichtigung der Vorgaben in den aktuellen Bildungsplänen sollen Fachwissen vermittelt sowie Handlungssicherheit und Methodenkompetenz gefördert werden. Die Studierenden sollen so besser auf ihre spätere berufliche Praxis vorbereitet werden.

Die Seminare starten im Frühjahr 2016 und können in den nachfolgenden Semestern auch an anderen Hochschulstandorten Baden-Württembergs angeboten werden.