Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das von Jun.-Prof. Dr. Christoph Begass und Prof. Dr. Christian Mann ausgearbeitete Forschungsprojekt „Mehr als Ruhm und Ehre. Leistungen und Ehrungen griechischer Poleis für siegreiche Athleten“ in vollem Umfang bewilligt.

Antike Athleten, die bei einem der großen Agone siegten, erhielten nicht nur am Wettkampfort Preise von den Ausrichtern, sondern wurden auch in ihrer Heimat ausgezeichnet: Es gab ein breites Spektrum von symbolischen Ehrungen und materiellen Leistungen, am häufigsten werden in den Quellen Ehrensitze, Speisungen im Prytaneion, Geldzahlungen und monatliche Pensionen genannt. Dieses Phänomen wird im Projekt erstmals Gegenstand einer umfassenden Untersuchung, die den gesamten Zeitraum von ca. 500 v. Chr. bis 300 n. Chr. in den Blick nehmen wird. Damit leistet das Projekt einen Beitrag sowohl zur Erforschung des antiken Sports als auch der griechischen Polis.

In der Projektfinanzierung enthalten sind eine Postdoc-Stelle für drei Jahre und eine internationale wissenschaftliche Tagung, außerdem wird Professor Zinon Papakonstantinou aus Chicago, ein ausgewiesener Experte für diese Thematik, als Mercator-Fellow für ein Semester nach Mannheim kommen.