DFG-Projekt gestartet – neuer Mitarbeiter im Team der Alten Geschichte

Das Forschungsprojekt „Mehr als Ruhm und Ehre. Ehrungen und Leistungen griechischer Poleis für siegreiche Athleten“ (Leitung: Jun.-Prof. Dr. Christoph Begass und Prof. Dr. Christian Mann) ist am 1. Oktober 2019 gestartet. Mit Dr. Marco Tentori Montalto konnte ein international erfahrener Mitarbeiter gewonnen werden, der in den nächsten drei Jahren eine Monographie zum Projektthema verfassen wird. In der Quellenrecherche wird er von der wissenschaftlichen Hilfskraft Renate Morsellino unterstützt. Zu diesem Projektteam wird von Februar bis Juni 2021 Professor Zinon Papakonstantinou (Chicago) als Mercator-Fellow hinzustoßen.

Webseite „Antiker Sport“ überarbeitet


Der antike Sport, ein Forschungsschwerpunkt am Mannheimer Lehrstuhl für Alte Geschichte, interessiert auch eine breite Öffentlichkeit. Auf der Webseite „Antiker Sport“ (http://antikersport.uni-mannheim.de/) können sich alle Interessierten wissenschaftlich fundierte und verständlich formulierte Informationen einholen: zu den Disziplinen der Olympischen Spiele, zu Training und Siegespreisen der Athleten, zu den römischen Gladiatorenkämpfen und Wagenrennen.
Die Webseite wurde 2015 unter Leitung der Juniorprofessorin Dr. Sofie Remijsen (jetzt Universität Amsterdam) von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Lehrstuhls erstellt und jetzt von den wissenschaftlichen Hilfskräften Renate Morsellino und Simon Schall überarbeitet und mit neuen Abbildungen versehen.  

Geänderte Bürozeit

Von Montag, 30. September, bis einschließlich Dienstag 08. Oktober, ist das Sekretariat der Alten Geschichte zu folgenden Zeiten besetzt:

30.09.–02.10.: 10–13 Uhr
04.10.: 11.30 – 14.30 Uhr
06.–07.10.: 10–13 Uhr
In dieser Zeit sind auch die Bibliotheksbestände am Lehrstuhl zugänglich.

Ab 09.10. gelten wieder die regulären Öffnungszeiten: Mo-Fr, 8.30-12 Uhr

Anschubfinanzierung für die Doktorarbeit von Melanie Meaker bewilligt

Melanie Meaker hat nach Abschluss ihres Master-Studiums erfolgreich einen Antrag auf Anschubfinanzierung ihrer Doktorarbeit gestellt: Im HWS 2019/20 ist sie aus Mitteln der Frauenförderung am Lehrstuhl für Alte Geschichte angestellt. In dieser Zeit wird sie ein Konzept für die Dissertation erarbeiten, darüber hinaus leitet sie die Übung „Frauen in der griechischen Antike: von Sappho bis Kleopatra“.

Leverhulme-Stipendiat am Lehrstuhl für Alte Geschichte

Am 1. September 2019 hat Dr. Alberto Esu seine Forschungstätigkeit in Mannheim aufgenommen. Herr Esu ist ein italienischer Althistoriker, der im vergangenen Jahr an der University of Edinburgh bei Professor Mirko Canevaro (2011/12 selbst ein Humboldt-Stipendiat in Mannheim) promoviert wurde. Der zweijährige Forschungsaufenthalt wird vom Leverhulme Trust finanziert, Herr Esu wird in dieser Zeit die Verflechtung von Amt und Ehre in den griechischen Poleis untersuchen.

DFG-Projektantrag bewilligt!

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das von Jun.-Prof. Dr. Christoph Begass und Prof. Dr. Christian Mann ausgearbeitete Forschungsprojekt „Mehr als Ruhm und Ehre. Leistungen und Ehrungen griechischer Poleis für siegreiche Athleten“ in vollem Umfang bewilligt.

Antike Athleten, die bei einem der großen Agone siegten, erhielten nicht nur am Wettkampfort Preise von den Ausrichtern, sondern wurden auch in ihrer Heimat ausgezeichnet: Es gab ein breites Spektrum von symbolischen Ehrungen und materiellen Leistungen, am häufigsten werden in den Quellen Ehrensitze, Speisungen im Prytaneion, Geldzahlungen und monatliche Pensionen genannt. Dieses Phänomen wird im Projekt erstmals Gegenstand einer umfassenden Untersuchung, die den gesamten Zeitraum von ca. 500 v. Chr. bis 300 n. Chr. in den Blick nehmen wird. Damit leistet das Projekt einen Beitrag sowohl zur Erforschung des antiken Sports als auch der griechischen Polis.

In der Projektfinanzierung enthalten sind eine Postdoc-Stelle für drei Jahre und eine internationale wissenschaftliche Tagung, außerdem wird Professor Zinon Papakonstantinou aus Chicago, ein ausgewiesener Experte für diese Thematik, als Mercator-Fellow für ein Semester nach Mannheim kommen.

Exkursion zur Mykene-Ausstellung nach Karlsruhe

Am 12. April 2019 unternahmen elf Studierende unter Leitung von Prof. Dr. Christian Mann eine Exkursion ins Badische Landesmuseum Karlsruhe, wo derzeit die Sonderausstellung „Mykene – die sagenhafte Welt des Agamemnon“ zu sehen ist. Diese bietet einen phänomenalen Einblick in die mykenische Kultur, die erste griechische Hochkultur, die phänomenale Leistungen auf dem Gebiet der Architektur, der Keramik oder der Goldschmiedekunst hervorbrachte. Die Ausstellung basiert auf einer langjährigen deutsch-griechischen Zusammenarbeit, viele der ausgestellten Stücke sind zum ersten Mal außerhalb Griechenlands zu sehen. Die Exkursion war durch ein ganztägiges Blockseminar vorbereitet worden, in dem die Phasen der mykenischen Geschichte, einzelne Denkmälergattungen sowie die Organisation und Entwicklung der Paläste diskutiert worden waren.

Abb. 1: Eine Tafel in der sogenannten „Linear B“-Schrift. Seit der Entzifferung 1953 weiß man, dass die Sprache der Mykener griechisch war. Tafeln wie diese waren Verwaltungs- und Steuerdokumente. Badisches Landesmuseum Karlsruhe.
Abb. 2: Nachbau eines mykenischen Thronsaals. Badisches Landesmuseum Karlsruhe.
Foto: ARTIS-Uli Deck// www.artis-foto.de -ARTIS-ULI DECK


Digitales Münzkabinett

PIETAS. Büste der Livia (?) als Pietas mit Schleier und Diadem nach r.

Die Universität Mannheim verfügt über eine 126 antike Münzen umfassende Lehrsammlung, welche zum Teil auf den ehemaligen Lehrstuhlinhaber und Numismatiker Heinrich Chantraine (1929–2002) zurückgeht. Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden Münzen mit Frauenportraits aus der römischen Kaiserzeit, die Prof. Dr. Elfriede Höhn (1916–2003) erworben und der Universität geschenkt hatte. Die Sammlung wird vom Lehrstuhl für Alte Geschichte betreut und wurde in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und dem Numismatischen Verbund Baden-Württemberg digitalisiert und aufgearbeitet.

In den letzten Jahren sind gerade im Bereich der digitalen Numismatik riesige Fortschritte erzielt worden. Anhand großer Datenbanken wie OCRE können nun Materialmengen eingesehen und systematisch durchsucht werden, für die Forscher und Forscherinnen früher jahrelang umherreisen mussten. Auf nationaler Ebene und im Bundesland wollen Zusammenschlüsse wie NUMiD und der Numismatische Verbund Baden-Württemberg auch das in den Sammlungen der Universitäten liegende Material digital zugänglich machen. Unsere – Elfriede Höhns – Kaiserfrauen und die anderen Exemplare der Sammlung sind mittlerweile über ikmk-mannheim.de öffentlich einsehbar und auch in OCRE überspielt.

Ansprechpartnerin: Mareile große Beilage
Digitales Münzkabinett der Universität Mannheim: http://ikmk.uni-mannheim.de
Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland (NUMiD): http://numid-verbund.de/
Numismatischer Verbund in Baden-Württemberg (NVBW):
www.NumismatischerVerbundBW.de

Neuer Blogpost: Christianisierung Makedoniens

Auf unserem Blog Agon – Alte Geschichte: Online News”, dem Blog des Lehrstuhls für Alte Geschichte der Universität Mannheim, wurde ein weiterer Beitrag veröffentlicht: “Die Christianisierung Makedoniens von Paulus bis in die Spätantike “.
Dies ist besonders erfreulich, da es sich um den ersten studentischen Beitrag handelt. Nils Roßnagel gibt auf Grundlage seiner Bachelorarbeit, die er unter der Betreuung von Jun.-Prof. Christoph Begass schrieb, einen Überblick über die Christianierung Makedoniens.