DFG-Projektantrag bewilligt!

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das von Jun.-Prof. Dr. Christoph Begass und Prof. Dr. Christian Mann ausgearbeitete Forschungsprojekt „Mehr als Ruhm und Ehre. Leistungen und Ehrungen griechischer Poleis für siegreiche Athleten“ in vollem Umfang bewilligt.

Antike Athleten, die bei einem der großen Agone siegten, erhielten nicht nur am Wettkampfort Preise von den Ausrichtern, sondern wurden auch in ihrer Heimat ausgezeichnet: Es gab ein breites Spektrum von symbolischen Ehrungen und materiellen Leistungen, am häufigsten werden in den Quellen Ehrensitze, Speisungen im Prytaneion, Geldzahlungen und monatliche Pensionen genannt. Dieses Phänomen wird im Projekt erstmals Gegenstand einer umfassenden Untersuchung, die den gesamten Zeitraum von ca. 500 v. Chr. bis 300 n. Chr. in den Blick nehmen wird. Damit leistet das Projekt einen Beitrag sowohl zur Erforschung des antiken Sports als auch der griechischen Polis.

In der Projektfinanzierung enthalten sind eine Postdoc-Stelle für drei Jahre und eine internationale wissenschaftliche Tagung, außerdem wird Professor Zinon Papakonstantinou aus Chicago, ein ausgewiesener Experte für diese Thematik, als Mercator-Fellow für ein Semester nach Mannheim kommen.

Exkursion zur Mykene-Ausstellung nach Karlsruhe

Am 12. April 2019 unternahmen elf Studierende unter Leitung von Prof. Dr. Christian Mann eine Exkursion ins Badische Landesmuseum Karlsruhe, wo derzeit die Sonderausstellung „Mykene – die sagenhafte Welt des Agamemnon“ zu sehen ist. Diese bietet einen phänomenalen Einblick in die mykenische Kultur, die erste griechische Hochkultur, die phänomenale Leistungen auf dem Gebiet der Architektur, der Keramik oder der Goldschmiedekunst hervorbrachte. Die Ausstellung basiert auf einer langjährigen deutsch-griechischen Zusammenarbeit, viele der ausgestellten Stücke sind zum ersten Mal außerhalb Griechenlands zu sehen. Die Exkursion war durch ein ganztägiges Blockseminar vorbereitet worden, in dem die Phasen der mykenischen Geschichte, einzelne Denkmälergattungen sowie die Organisation und Entwicklung der Paläste diskutiert worden waren.

Abb. 1: Eine Tafel in der sogenannten „Linear B“-Schrift. Seit der Entzifferung 1953 weiß man, dass die Sprache der Mykener griechisch war. Tafeln wie diese waren Verwaltungs- und Steuerdokumente. Badisches Landesmuseum Karlsruhe.
Abb. 2: Nachbau eines mykenischen Thronsaals. Badisches Landesmuseum Karlsruhe.
Foto: ARTIS-Uli Deck// www.artis-foto.de -ARTIS-ULI DECK


Digitales Münzkabinett

PIETAS. Büste der Livia (?) als Pietas mit Schleier und Diadem nach r.

Die Universität Mannheim verfügt über eine 126 antike Münzen umfassende Lehrsammlung, welche zum Teil auf den ehemaligen Lehrstuhlinhaber und Numismatiker Heinrich Chantraine (1929–2002) zurückgeht. Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden Münzen mit Frauenportraits aus der römischen Kaiserzeit, die Prof. Dr. Elfriede Höhn (1916–2003) erworben und der Universität geschenkt hatte. Die Sammlung wird vom Lehrstuhl für Alte Geschichte betreut und wurde in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und dem Numismatischen Verbund Baden-Württemberg digitalisiert und aufgearbeitet.

In den letzten Jahren sind gerade im Bereich der digitalen Numismatik riesige Fortschritte erzielt worden. Anhand großer Datenbanken wie OCRE können nun Materialmengen eingesehen und systematisch durchsucht werden, für die Forscher und Forscherinnen früher jahrelang umherreisen mussten. Auf nationaler Ebene und im Bundesland wollen Zusammenschlüsse wie NUMiD und der Numismatische Verbund Baden-Württemberg auch das in den Sammlungen der Universitäten liegende Material digital zugänglich machen. Unsere – Elfriede Höhns – Kaiserfrauen und die anderen Exemplare der Sammlung sind mittlerweile über ikmk-mannheim.de öffentlich einsehbar und auch in OCRE überspielt.

Ansprechpartnerin: Mareile große Beilage
Digitales Münzkabinett der Universität Mannheim: http://ikmk.uni-mannheim.de
Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland (NUMiD): http://numid-verbund.de/
Numismatischer Verbund Baden-Württemberg (NVBW): https://nvbw.zaw.uni-heidelberg.de

Neuer Blogpost: Christianisierung Makedoniens

Auf unserem Blog Agon – Alte Geschichte: Online News”, dem Blog des Lehrstuhls für Alte Geschichte der Universität Mannheim, wurde ein weiterer Beitrag veröffentlicht: “Die Christianisierung Makedoniens von Paulus bis in die Spätantike “.
Dies ist besonders erfreulich, da es sich um den ersten studentischen Beitrag handelt. Nils Roßnagel gibt auf Grundlage seiner Bachelorarbeit, die er unter der Betreuung von Jun.-Prof. Christoph Begass schrieb, einen Überblick über die Christianierung Makedoniens.

Blogpost: Streit um Alexander

Der seit 1991 schwelende Namenskonflikt zwischen Mazedonien und Griechenland war in letzter Zeit in den Medien sehr präsent, denn die Regierungen haben trotz großer Proteste in der Bevölkerung einen Kompromiss erzielt. Mag der Streit auch modern sein: Man kann ihn nicht verstehen, ohne die sehr bedeutende Rolle der antiken Geschichte dieser Region in Betracht zu ziehen, wie Christian Mann und Alexander Meeus in unserem jüngsten Blogpost “Der Streit um Alexander den Großen: Die tagespolitische Relevanz der Alten Geschichte im Balkan” auf “AGON – Alte Geschichte: Online News” erklären.