Was ist Alte Geschichte?

Gegenstand der Alten Geschichte ist die griechisch-römische Mittelmeerwelt von der mykenischen Epoche bis in die Spätantike, wobei die chronologischen und geographischen Grenzen nicht fix sind, sondern von den kulturellen und politischen Gegebenheiten abhängen: So werden von der Alten Geschichte auch die Juden im Hellenismus und der römischen Kaiserzeit, das römische Britannien oder der östliche Mittelmeerraum in frühbyzantinischer Zeit behandelt.
Die besondere Bedeutung der griechisch-römischen Antike ergibt sich aus der Wirkung, die sie auf die Nachwelt ausgeübt hat: Die Geschichte Europas in Mittelalter und Moderne lässt sich nicht ohne die antiken Traditionen verstehen. Die Mannheimer Althistoriker/innen stellen sich der Herausforderung, diese von der Antike ausgehenden ‚langen Linien‘ bis in die Gegenwart zu verfolgen, ohne in vereinfachende Gleichsetzungen zu verfallen. Vielmehr wird das heuristische Potenzial der Antike am besten nutzbar gemacht, wenn man sie als „das nächste Fremde” (Uvo Hölscher) betrachtet: Die Antike hat neben vielem, was uns vertraut erscheint, auch manches verstörend Andersartige hervorgebracht hat und fordert gerade dadurch zur Auseinandersetzung heraus.

Alte Geschichte in Mannheim

In Mannheim wird die Alte Geschichte in ihrer gesamten Breite erforscht und gelehrt; besonders verpflichtet fühlt man sich einer Geschichtswissenschaft, die eine theoriegeleitete Entwicklung historischer Fragestellungen mit einer sorgfältigen Quellenanalyse verbindet. Forschungsschwerpunkte sind die Kulturkontakte in der antiken Welt, politische Kulturen in Griechenland und Rom.
Vor allem aber ist Mannheim eines der führenden Zentren für die Erforschung des antiken Sports.