28. Mai 2019: Gastvortrag von Prof. Dr. Lukas Clemens (Trier) „Recycling. Zur Nutzung antiker Überreste nördlich der Alpen während des Mittelalters“.

Universität Mannheim M003, 12-13.30 Uhr:

Professor Clemens wird im Rahmen der Vorlesung „Teilen, Tauschen, Schenken – der homo oeconomicus kann mehr als Profit“ von Prof. Annette Kehnel einen Vortrag zum Thema Recycling im Mittelalter halten. Lukas Clemens war mehr als zehn Jahre Kustos am Rheinischen Landesmuseum Trier und hat als ausgewiesener Experte für Stadtarchäologie und Mittelalterarchäologie die Geschichte der Wiederverwendung antiker Überreste im Mittelalter in einer umfassenden Monographie aufgearbeitet.
Seit 2004 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Trier. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen!
Literaturempfehlung: Tempore Romanorum constructa: Zur Nutzung und Wahrnehmung antiker Überreste nördlich der Alpen während des Mittelalters [= Monographien zur Geschichte des Mittelalters 50]. Hiersemann, Stuttgart 2003, ISBN 3-7772-0301-7

Workshop „Teilen. Tauschen. Schenken. Lektionen aus der Wirtschaftsgeschichte für die Zukunft von Menschen und Märkten“.

15.-16. April 2019 Universität Mannheim EW 156, 10.15-17.00 Uhr.
Organisatorin: Prof. Dr. Annette Kehnel
Im Workshop werden Quellen und Fallstudien zur mittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte von Mannheimer Studierenden vorgestellt. Dabei geht es in erster Linie um Rekonstruktionen der vielfältigen Möglichkeiten wirtschaftlichen Handelns jenseits des Paradigmas vom rationalen Entscheider und Nutzenmaximierer. Themen (u.a.): Teilen, Kooperation hat Vorteile, Tauschen, Second-Hand-Märkte, Schenken und Stiften, Schnorren, Leihen, Wiederverwerten. Begrenzte Teilnahme für GasthörerInnen möglich. Bitte um Anmeldung per E-Mail bei Frau Katja Gutzmer (kgutzmer@mail.uni-mannheim.de).

Neuerscheinung von Tanja Skambraks

Fragen des “Glaubens” berühren unmittelbar ökonomische Probleme. Wirtschaftliches Handeln wird signifikant von Glaubensfragen beeinflusst, vor allem, wenn es um Kredite geht.

Im von Gerhard Fouquet (Kiel) und Sven Rabeler (Kiel) herausgegebenen Werk werden Städte nördlich und südlich der Alpen, zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert, untersucht. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Gläubiger und Schuldner.

Einen Beitrag zum Werk leistete Tanja Skambraks mit ihrem Aufsatz: “Zwischen Kooperation und Konkurrenz. Jüdische Pfandleihe und Monti di Pietà in Italien”. Sie setzt sich unter anderem in ihrer Habilitation mit dem Thema “Kreditgeschichte des Spätmittelalter” auseinander.

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