Die Visualisierung des Politischen in deutschen Illustrierten 1905-1945.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – in Zeiten ohne Fernsehen und Internet – wurden die Menschen durch Kinowochenschauen, vor allem aber durch Illustrierte mit Bildern der Welt versorgt. Aber was genau wurde ihnen präsentiert? Welchen Stellenwert hatte das Politische darin? Und wie wurde es visualisiert?

Das breit angelegte Projekt untersucht inhaltsanalytisch das Bildangebot der auflagenstärksten Illustrierten der damaligen Zeit, der ,Berliner Illustrirten Zeitung’, sowie ihrer publizistischen Gegenspieler, der konservativen ,Woche’ aus dem Hause Scherl/Hugenberg und dem nationalsozialistischen ,Illustrierten Beobachter’. Der Untersuchungszeitraum ermöglicht Vergleiche zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Staat, zwischen Friedens- und Kriegszeiten sowie zwischen Bildstrategien im Ersten und Zweiten Weltkrieg.