Launch der Mannheim Siebzehneinhalb-App

Es gab einmal eine Zeit, da war Mannheim kein Knotenpunkt des ICE-Verkehrs, sondern ein Kulturzentrum im deutschen Südwesten – vor allem durch seinen aufmerksamen Blick nach Frankreich. Gemeinsam haben sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern, Studierenden und Wissenschaftlern von der Uni Mannheim und anderen Kultureinrichtungen auf Kulturspur in das siebzehneinhalbte Jahrhundert begeben, als Mannheim noch Residenzstadt war, als Schiller und Mozart nach Mannheim reisten und die Akademie der Wissenschaften das Interesse der Gelehrtenwelt auf sich zog. Die Robert-Bosch-Stiftung hat das Projekt im Rahmen seiner Denkwerk-Förderlinie großzügig unterstützt.

Dokumentiert wird das Ganze nun mittels einer GPS-gesteuerten Smartphone-App (Android), die am Mittwoch, 21. Februar 2018, 18 Uhr, offiziell im Mannheimer Antikensaal präsentiert (oder “gelauncht”, wie man Neudeutsch so schön sagt) wird. Sie sind alle herzliche eingeladen!

Einladungspostkarte

Weitere Informationen zu Mannheim Siebzehneinhalb finden Sie auf unserer Projektwebsite.

Neuerscheinung: 775 Jahre Kalkarer Stadtrecht

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Kalkar das 775. Jubiläum ihrer (errechneten) Stadtrechtsverleihung begangen. In diesem Zusammenhang hat sich Hiram Kümper das Kalkarer Privileg und seine Nachfolger noch einmal genauer angesehen und mit den klevischen Stadtrechtsprivilegien von Kleve und Dinslaken verglichen. Herausgekommen ist ein Aufsatz, der soeben im Druck erschienen ist:

Hiram Kümper, Jahre Stadt: Kalkar feiert sein Stadtrechtsjubiläum, in: Niederrhein-Magazin 24 (2017), S. 3-16.

Einige Exemplare des Niederrhein-Magazins liegen auf dem Buchtausch-Bord in L7-7 aus.

Vortrag in Dresden: “Das Wissen vom Willen. Sexualität und Gewalt im Alten Reich” (Kümper)

Am 25.1.2018 spricht Hiram Kümper im Kolloquium Vormoderne und Moderne im Forschungsdiskurs (Prof.es Müller, Schötz, Schwerhoff) an der TU Dresden zum Thema Das Wissen vom Willen: Sexualität und Gewalt im Alten Reich.

Die Veranstaltung beginnt um 18:30 in BZW/A253.

Weitere Informationen zum Kolloquium unter:
https://tu-dresden.de/gsw/phil/ige/slge/studium/kolloquium

Abb.: Egerer Achtbuch (Cheb, Státní okresní archiv, Fond I, Nr. 977, fol. 42r). Oben rechts die getilgte Verfestung des Peter Coldiczer, der wegen versuchter Notzucht und versuchter Tötung uf des reichs strazze an der Egerer Bürgerin Kathrei Cramerin verfestet worden war und später aus der Verfestung wieder entlasten wurde.

“Mannheimer Intelligenzblatt, Neue Folge” – unser Jahresbericht 2017

Knapp drei Jahrzehnte, zwischen 1790 und 1819, erschien in Mannheim das Mannheimer Intelligenzblatt. Die Bedeutung dieses Nachrichtenblattes als Quelle für geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse haben in letzter Zeit gleich mehrere Qualifikationsarbeiten am Lehrstuhl herausgestrichen. Nun gibt es eine Art “neue Folge” der Intelligenzblätter: nämlich unseren Jahresbericht. Zusammengefasst finden sich darin die wichtigsten Daten unserer Lehrstuhlarbeit für 2017.

Jahresbericht 2017 (3 MB)

Neuerscheinung: Heidingsfeld und König Wenzel

Vom hansischen Norden in den fränkischen Süden. Ebenfalls neu erschienen ist der schöne Band zur Wenzel-Ausstellung im ehemals — ja! — böhmischen, heute zu Würzburg gehörigen Heidingsfeld. Und darin findet sich auch der Beitrag von

Hiram Kümper, Heidingsfeld und der “rex inutilis”, König Wenzel von Luxemburg: nochmals zum Marktrechtsprivileg von 1367, in: Heidingsfeld. Ein “Trittstein” auf der Goldenen Straße von Nürnberg nach Frankfurt, hg. vom Stadtarchiv Würzburg, Dettelbach 2017.

Darin geht es zum einen um den viel geschmähten Böhmenkönig und seine Beziehung zu Heidingsfeld, zum anderen um die Frage des Marktrechtsprivilegs und seiner Verbindungen zu anderen neuböhmischen Städten, insbesondere zu Sulzbach.

Ausstellung eröffnet: Dreißig Jahre Krieg, 1618-1648

Am 7. Dezember hat im Bibliotheksbereich A3 die Ausstellung Dreißig Jahre Krieg, 1618-1648 eröffnet. Sie wurde von Studierenden des Historischen Instituts vorbereitet und von Christian Hänger, Viktor Boecking und Hiram Kümper betreut. Gezeigt werden zahlreiche zeitgenössische Originale aus den Altbeständen der Universitätsbibliothek.

Weitere Informationen unter
https://www.bib.uni-mannheim.de/ausstellungen/1618-1648.

Übre die Eröffnung hat die RNZ ausführlich bereichtet:
https://www.rnz.de/nachrichten/mannheim_artikel,-ausstellung-in-mannheimer-uni-bibliothek-dreissigjaehriger-krieg-verwuestete-die-kurpfalz-_arid,322471.html

 

Neuerscheinung: Hansische Identitäten

Im Imhof-Verlag ist soeben der erste Band der Schriftenreihe Coniunctiones des Netzwerks Kunst und Kultur der Hansestädte erschienen, der die Beiträge einer Greifswalder Tagung zum Thema “Hansische Identitäten” versammelt. Unter anderem:

Hiram Kümper, „… wente eyn kopman heft eyn varlyk ampt“: Hansische Kaufmannschaft und dominikani­sches Wirtschaftsdenken, in: Anja Rasche u.a. (Hg.), Hansische Identitäten (Coniunctiones – Beiträge des Netzwerks Kunst und Kultur der Hansestädte 1), Petersberg 2017, S. 125-136.

Mehr zu dem Band hier.

Jan Siegemund erhält Lamey-Preis 2017

Jan Siegemund ist für seine am Lehrstuhl entstandene M.A.-Arbeit über den Finanzhaushalt der Stadt Bocholt im 15. Jahrhundert mit dem Andreas-Lamey-Preis für herausragende Abschlussarbeiten im Fach Geschichte ausgezeichnet worden. Vollkommen verdient. Wir allen freuen uns riesig und gratulieren herzlich.

Im Bild (von links nach rechts): Jonas Brosig und Melanie Meacker (beide Vorstand des Fördervereins), Jan Siegemund, Phillip Gassert (Geschäftsführender Direktor). Eine große Fassung hier. (Foto: Simon Schall).

Neuerscheinung: Evangelische Bewegung und Gegenreformation in Wasserburg am Inn

Am 20. November stellt Hiram Kümper seine auf eine Preisauslobung zurückgehende Studie über evangelische Bewegung und Gegenreformation im bayerischen Landstädtchen Wasserburg am Inn vor. Hier ist es nie zu einer formalen Gemeindebildung, also nie zu einer “Reformation” im eigentlichen Sinne, gekommen. Über ein halbes Jahrhundert allerdings hatten die Herzöge und ihre Beamten viel zu kämpfen mit der immer wieder aufflackernden evangelischen Bewegung: mit deutscher Predigt und Laienkelch, mit verbotenen Büchern und verbotenen Lehren.

Hiram Kümper, Zwischen Landesherren und Laienkelch: Evangelische Bewegung und Gegenreformation in Wasserburg am Inn (Sonderveröffentlichungen des Heimatvereins Wasserburg am Inn), Wasserburg 2017. 148 S. Softcover. ISBN 978-3-943911-13-8. € 13,90.

Das Buch ist ab dem 20.11. im Buchhandel, über das Stadtarchiv und über den Heimatverein Wasserburg erhältlich.