Kommunales Rechnungswesen
des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit


In den letzten Jahren hat sich am Lehrstuhl ein besonderer Schwerpunkt im Bereich der Erforschung vormoderner Rechnungsführung herausgebildet, der insbesondere auch durch den wissenschaftlichen Nachwuchs und eine Reihe spannender Examensarbeiten getragen wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Stadtrechnungen und städtisch geführte Amtsbücher von Klein- und Mittelstädten mit ihren unterschiedlichen und sich im Laufe der Zeit wandelnden Modi des Aufschreibens, aber auch die Einblicke, die uns diese Rechnungsbücher in die alltäglichen Wirtschaftspraktiken und die sozialen Vernetzungen einer stark ausständebasierten Ökonomie erlauben.

Im Rahmen des DFG-Projekts Kleinkredit und Marktteilhabe im Spätmittelalter befasst sich ein Dissertationsvorhaben mit Klein- und Kleinstkrediten in Stadtrechnungen nordwestdeutscher Städte.

Aktuelles:

  • 13. März 2018, 19 Uhr, Vortrag von Hiram Kümper am Europäischen Hansemusem: “Wer schreibt, der bleibt – und wer beschrieben wird auch: Geschichte und Geschichten aus mittelalterlichen Stadtrechnungen” »mehr

Qualifikationsarbeiten in diesem Bereich:

  • Jan Siegemund, Städtische Wirtschaft und Finanzmanagement im Spätmittelalter: das Beispiel der Bocholter Stadtrechnungen (MA, 2017; ausgezeichnet mit dem Andreas-Lamey-Preis 2017).
  • Viktor Boecking, Arnstädter Stadtrechnungen am Übergang vom 16. zum 17. Jahrhundert (MA, 2018; gefördert von der Karin Islinger-Stiftung).

 

Abbildung:
Bocholt, Stadtarchiv. Foto: Jan Siegemund.