2015 jährte sich das erste Anwerbeabkommen für ausländische Arbeitnehmer zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Italien zum 60. Mal. Nach diesem bilateralen Vertrag folgten rasch weitere mit Ländern wie beispielsweise Spanien, Portugal oder Griechenland. Dies zeigt, dass es in Deutschland eine lange, ereignisreiche Geschichte der Einwanderung gibt, deren weitere Aufarbeitung ein großes Forschungsdesiderat ist. Die Vorstellung aktueller Projekte bezüglich lokalhistorischer Migrationsforschung, die Diskussion über Theorie und Praxistransfer sowie die Präsentation von Werkstatt- und Erfahrungsberichten im Hinblick auf Migration und Erinnerung bildeten deshalb die thematischen Schwerpunkte des Workshops „Neuere Migrationsgeschichte im Südwesten. Forschung und Erinnerung“. In ihren Vorträgen diskutierten die Referenten und Referentinnen lokal- und regionalhistorische Ansätze zur Migrationsforschung, Probleme theoretischer Begrifflichkeiten sowie erinnerungskulturelle und geschichtspolitischen Umgänge mit Migration in Deutschland.

Zum Tagungsbericht von Richard Rohrmoser und Vivian Seidel