In einem öffentlichen Vortrag am 14. Mai um 18:30 Uhr im Fuchs-Petrolub-Festsaal der Universität Mannheim (Schloss Ostflügel) wirft der Mannheimer Historiker Prof. Dr. Philipp Gassert einen Blick zurück auf die 68-er Protestbewegung und ordnet sie in den historischen Kontext ein. Interessierte sind zum Vortrag herzlich willkommen.

Protest ist ein großes Thema unserer Zeit. Er hat die politische Kultur unseres Landes seit dem Zweiten Weltkrieg entscheidend geprägt. Doch welche Bedeutung hatte in diesem Kontext die sogenannte 68er-Bewegung? Wie ordnet sie sich in die Protestgeschichte unseres Landes ein? Wie verhielt sie sich zu gesellschaftlichen Modernisierung der alten Bundesrepublik? War sie Auslöser und Antreiber einer überfälligen Demokratisierung? Oder sprangen die Protestler mit ihren Forderungen nach kultureller und sozialer Emanzipation nur auf einen bereits fahrenden Zug auf? Waren ihre Gesellschaftsentwürfe realistisch und fortschrittlich oder verrannte sich hier eine radikale Minderheit in zweifelhafte Utopien? Wie reagierten etablierte Politik und Gesellschaft auf die Studentenproteste der 1960er Jahre? Warum erzielten die „Provokationseliten“ von 1968 schon zeitgenössisch so viel Wirkung, wie auch die Erinnerung an „die Revolte“ nicht verblasst?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mitgliederversammlung der Freunde der Universität Mannheim statt.