… damit beschäftigten sich unter anderem die TeilnehmerInnen des Hauptseminars „Die DDR: Vorgeschichte, Geschichte und Erinnerung an den SED-Staat“ von Prof. Dr. Philipp Gassert bei ihrer Exkursion nach Pforzheim. Dort steht das einzige Museum in den westlichen Bundesländern zur Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik, hervorgegangen aus der privaten Sammlung des DDR-Flüchtlings Klaus Knabe.

Die Exkursion wurde von den beiden Experten des Hauses, Jürgen Gorenflo und Dr. Johann Wachtler, begleitet. Sie führten unter anderem durch die Dauerausstellung von der Parteiabzeichensammlung über Exponate zur Jugendkultur wie ein DDR-Transistorradio bis hin zum originalgetreu nachgebauten Verhörzimmer und standen anschließend zur Diskussion zur Verfügung.

Nach einer Stärkung in der Mensa der Hochschule Pforzheim stand für die ExkursionsteilnehmerInnen am Nachmittag dann eine Begegnung besonderer Art an: Ein ZeitzeugInnengespräch mit Gisela Lotz, die von ihren Erfahrungen als Ausreisewillige und wegen vermeintlichem Landesverrats im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck Inhaftierte berichtete und zahlreiche Fragen beantwortete.

Bevor es dann wieder auf den Rückweg ging, nutzten die Studierenden im Anschluss noch die Möglichkeit, sich eigenständig mit den Objekten der Ausstellung und den Geschichten, die sie erzählen, je nach Interesse mit der nachgebauten Selbstschussanlage oder den Konsumgütern der DDR-Industrie, vertieft auseinanderzusetzen.