Indigener Protest gegen kulturelle Aneignung in den USA, das Recht am eigenen Bild im 19. und 20. Jahrhundert oder die Korpusanalyse von Auswanderer-Zeitschriften mithilfe von digitalen Methoden – solche und andere Themen wurden beim gemeinsamen Kolloquium mit dem Lehrstuhl für Amerikanische Geschichte der Universität Heidelberg aufgetischt. Vom 24. bis 25. Oktober fanden sich in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein Promovierende mit transatlantisch ausgerichteten Dissertationsprojekten ein, um über ihre aktuelle Forschung zu berichten und diese in kleiner Runde intensiv und kritisch zu diskutieren.

Dabei begrenzten sich die Gespräche über konkrete Inhalte und Methoden genauso wie über die Rahmenbedingungen einer Promotion nicht nur auf das Kolloquiumsprogramm rund um die spannenden und vielseitigen Vorträgen, sondern versiegte auch beim Spaziergang mit Blick auf die ‚schwäbische Toskana‘ oder bei der abendlichen Kegelrunde nicht. Bestätigt wurde damit wieder einmal, dass der (wissenschaftliche) Austausch über den ‚Tellerrand‘ des eigenen Themas hinaus, fachintern aber auch interdisziplinär, allzu oft mit unerwarteten und wertvollen Anregungen aufwartet.