Dissertation: Die CDU/CSU in der Nachrüstungsdebatte 1979 bis 1983

(Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG, Betreuer: Philipp Gassert)

Als Teilstudie des DFG-Forschungsprojekts „Die Nuklearkrise: Politischer Protest, Populärkultur und politische Kommunikation in den 1980er Jahren“ fragt die Dissertation „Die CDU/CSU in der Nachrüs- tungsdebatte 1979 bis 1983“ (Arbeitstitel) nach Querverbindungen zwischen Friedensbewegung und etablierter Politik in Westdeutschland während einer von neuerlichen schweren Spannungen zwi- schen den Supermächten USA und UdSSR geprägten Phase des Kalten Krieges.

Die Friedensbewegung mobilisierte weltweit Millionen Menschen, die gegen den als Reaktion auf die Dislozierung sowjetischer SS-20 Mittelstreckenraketen gefassten NATO-Doppelbeschluss und einen so ausgelösten, neuen Rüstungswettlauf demonstrierten. In der Bundesrepublik liefen Hundertau- sende Sturm gegen die erklärte Regierungspolitik sowohl Helmut Schmidts als auch (ab 1982) Helmut Kohls, den Doppelbeschluss umsetzen zu wollen. Doch die Parteien gerieten nicht nur wegen des gesellschaftlichen Widerstands in schweres Fahrwasser. Zum Richtungsstreit kam es auch zwischen Nachrüstungsbefürwortern und -gegnern innerhalb der Parteien selbst. Besonders tief gespalten war die SPD. Nicht nur aber auch deswegen zerbrach die sozialliberale Koalition; auf Bundeskanzler Schmidt folgte Helmut Kohl sowie eine Koalition aus CDU/CSU und FDP.