Dr. Philipp Gassert ist seit Februar 2014 Inhaber des Lehrstuhlsfür Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Er studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an der Université Catholique de l’Ouest in Angers (Frankreich) und an der University of Michigan in Ann Arbor (USA). Er wurde 1996 an der Universität Heidelberg promoviert und habilitierte sich dort 2004. Von 1994 bis 1999 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C., von 1999 bis 2004 Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Er war Mitinitiator und von 2003 bis 2005 Geschäftsführer des Heidelberg Center for American Studies, 2005/06 Vertreter des Lehrstuhls für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2006/07 DAAD Professor für deutsche und europäische Geschichte an der University of Pennsylvania in Philadelphia, 2008/09 Stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Washington, von 2009 bis 2014 Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums an der Universität Augsburg. Gastprofessuren an den Universitäten Haifa (2012) und Wien (2014). Seit 2011 Mitglied des Vorstands und Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien.

Forschungen und Publikationen zur internationalen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, zur deutschen und europäischen Zeitgeschichte sowie zur nordamerikanischen Geschichte, u.a. Amerika im Dritten Reich: Ideologie, Propaganda und Volksmeinung 1933-1945 (Stuttgart 1997); 1968: The World Transformed (hrsg. mit Carole Fink und Detlef Junker, Cambridge 1998); Coping with the Nazi Past: West German Debates on Nazism and Generational Conflict, 1955-1975 (hrsg. mit Alan E. Steinweis, New York 2006), Kurt Georg Kiesinger, 1904-1988. Kanzler zwischen den Zeiten (München 2006), Kleine Geschichte der USA (mit Mark Häberlein und Michael Wala, Stuttgart 2007, Taschenbuchausgabe 2008); Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung. Der NATO-Doppelbeschluss in deutsch-deutscher und internationaler Perspektive (München 2011, hrsg. mit Tim Geiger und Hermann Wentker); „Entrüstet Euch!“ Nuklearkrise, NATO-Doppelbeschluss und Friedensbewegung, hrsg. von Christoph Becker-Schaum, Philipp Gassert, Martin Klimke, Wilfried Mausbach und Marianne Zepp, Paderborn: Schöningh 2012 (englische Übersetzung: The Nuclear Crisis: The Arms Race, Cold War Anxiety, and the German Peace Movements of the 1980s, New York 2016); USA: Aufstieg zur Weltmacht (Stuttgart 2014, mit Michael Wala); Amerikas Kriege (Darmstadt 2014, mit Alexander Emmerich). Zahlreiche Aufsätze, Artikel und Rezensionen, zuletzt u.a. Popularität der Apokalypse: zur Nuklearangst seit 1945, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 61, 46-47/2011, S. 48-54; Arbeit am Konsens im Streit um den Frieden: Die Nuklearkrise der 1980er Jahre als Medium gesellschaftlicher Selbstverständigung, in: Archiv für Sozialgeschichte 52, 2012, 491-516; Internal Challenges to the Cold War: Oppositional Movements in East and West, in: Richard H. Immerman/Petra Goedde (Hrsg.), Oxford Handbook on the Cold War, Oxford 2013, S. 433-450; Der 11. September 2001: Ein welthistorischer Wendepunkt? In:  Till Karmann/Simon Wendt/ Tobias Endler/Martin Thunert (Hrsg.), Zeitenwende 9/11: Eine transatlantische Bilanz, Opladen 2016, S. 29-49; Bildung und Management von Koalitionen. Die Bundesrepublik Deutschland in historischer Perspektive, in: Philipp Gassert/Hans Jörg Hennecke (Hrsg.), Koalitionen in der Bundesrepublik Deutschland. Bildung, Management und Krisen von Adenauer bis Merkel, Paderborn 2017, S. 11-28, Die amerikanischen Träume zersplittern: 1967 in den USA, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 67, 5-7/2017, S. 15-20.

 

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