Mehr Unzufriedenheit bitte – Eine Analyse von Prof. Dr. Philipp Gassert

“Unsere Demokratie steht kurz vor dem Aus” – diese Deutung hat die Republik lange begleitet. Inzwischen dominiert Eigenlob. Wir sollten besser nach Verkrustungen suchen, fordert Prof. Dr. Philipp Gassert in seinem Beitrag für Zeit Online.

Anlässlich von 70 Jahren Grundgesetz blickt er zurück auf die Selbstwahrnehmung der Bundesrepublik angesichts früherer Jahrestage unserer Verfassung.

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Podiumsdiskussion : “Historische Lehren und aktuelle Zukunftsperspektiven für den demokratischen Rechtsstaat”

Der NSU-Komplex hat Vertrauen zerstört. Die Verbrechen, ihre Hintergründe und Ursachen, aber auch die Versuche juristischer und parlamentarischer Aufarbeitung haben Zweifel am Rechtsstaat ausgelöst oder bestehende vertieft. Kann man die ausräumen? Und wenn ja: wie?

Diesen Fragen ging vergangenen Donnerstag eine Podiumsdiskussion in Stuttgart nach, veranstaltet vom Haus der Geschichte und dem Deutsch-Türkischen Forum. Dr. Maria Alexopoulou diskutierte mit dem Ex-CDU-Politiker und Obmann im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags Clemens Binninger sowie Mehmet Daimagüler, Anwalt der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess.

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Call for Papers: Migration and Racism in the United States and Germany in the Twentieth Century

Migration und Rassismus sind gewichtige Themen sowohl in der deutschen, als auch der US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Beide Phänomene traten in vielfältigen Ausprägungen auf, deren Gestalten und Wahrnehmungen sich je nach den jeweiligen deutschen oder US-amerikanischen Umständen unterschieden. Dies gilt auch für die Zeit nach dem Ende von Nationalsozialismus, Kolonialismus und Segregation. Mit ihnen endete keinesfalls auch die jeweilige Ausprägung des Rassismus. Stattdessen war er unter anderem Gegenstand einer Evolution, die zum “Othering” beispielsweise von Migrantengruppen auf beiden Seiten des Atlantiks führte.

Am 23. und 24. April wird dazu am Deutschen Historischen Institut in Washington D.C. ein Workshop mit dem Titel ” Migration and Racism in the United States and Germany in the Twentieth Century” ausgerichtet werden. Organisiert wird dieser Workshop von Dr. Maria Alexopoulou und Elisabeth Engel (GHI Washington).

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WerkstattGeschichte Nr. 79 | arbeit / freizeit

Die Geschichte der Freizeit kann nicht ohne die Geschichte der Arbeit geschrieben werden – und umgekehrt. Beide Konzepte sind diffus und vieldeutig, beide umfassen ganze Bündel von Tätigkeiten, aber bleiben zugleich aufeinander bezogen. Ihr Verhältnis ist durch wechselseitige Ausschließung, Überlappungen und Wirkungen geprägt. Als Dichotomie bildet Arbeit/Freizeit einen wirkmächtigen Ordnungsversuch, mit dem der Zeitgebrauch sozialer Gruppen eingeteilt, bewertet und hierarchisiert wird.

In dem von Reinhild Kreis und Josef Ehmer herausgegebene Themenheft der Zeitschrift WerkstattGeschichte will der Wirkmacht dieser Dichotomie nachgehen.

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Sammelband: “Moral Economies”

Gibt es innerhalb des Kapitalismus eine “moralische Ökonomie”?

Dieser Frage geht der von Ute Frevert herausgegebene, neu erschienene Sammelband “Moral Economies” nach. Anhand historischer Fallbeispiele des achtzehnten, neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts diskutiert der Band Grade der Durchdringung wirtschaftlicher Handlungen und Entscheidungen mit moralischen Wertungen.

Dr. Reinhild Kreis steuert zu dieser Diskussion einen Beitrag zur moralischen Ökonomie des Privathaushaltes bei.

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Haymat.

Vom 05. bis zum 07. April diskutiert die Rosa Luxemburg-Stiftung im Kulturpavillon in Hannover über Anforderungen linker Politik für die “Gesellschaft der Vielen”.

Unsere Konferenz möchte einen Perspektivwechsel in der Migrationspolitik stärken und einen Raum schaffen, in dem Menschen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte, insbesondere migrantische Selbstorganisationen, gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und Vertreter*innen der Politik über einen Perspektivwechsel des Migrationsdiskurses debattieren können.

Dr. Maria Alexopoulou liefert dazu einerseits Input zu “Migrantischen Eigensinn” und nimmt am Auftaktpodium zum Thema “Einwanderungsgesellschaft und die Linke. Was fehlt?” teil.

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16. Medienforum des SWR

Was heißt Zusammenhalt in einer pluralen Gesell-schaft? Wie wird Geschichte in einer Einwanderungsgesellschaft erzählt? Wie funktionieren Information und Desinformation im Netz? Wie greift Rassismus in unseren Alltag ein, was können wir dagegen tun?Welche Rolle spielen dabei die Medien?

Diesen Fragen soll beim 16. Medienforum des Südwestrundfunk nachgegangen werden, welches sich dieses Jahr ganz dem Thema “Migration” widmet. Das Medienforum findet am 26. März im Stuttgarter Funkhaus des SWR statt.

An der Podiumsdiskussion ” Sticheleien, Kränkungen, Hass: Rassismus und Diskriminierung im Alltag” nimmt auch Dr. Maria Alexopoulou teil.

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“Die Rückkehr des Protestes”

In der Ausgabe vom 16. Februar 2019 widmete die Augsburger Allgemeine das Titelthema dem Phänomen des politischen Protestes. Ausgehend von einer beobachteten Häufung zeitgenössischer Protestbewegungen sammelte die Zeitung Stimmen verschiedener Teilnehmer an nationalen und internationalen Vertretern von “#unteilbar”, den Schülerprotesten für stärkeren Klimaschutz bis zur britischen Anti-Brexit-Bewegung.

Eine analytische Einordnung in die historischen Dimensionen des Protestes kam dabei von Prof. Dr. Philipp Gassert, der jüngst die Ergebnisse seiner Protestforschung in der Publikation “Bewegte Gesellschaft: Deutsche Protestgeschichte seit 1945” veröffentlichte.

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Tagung: Migration, Gewerkschaften und soziale Bewegungen in der BRD (1960 bis heute)

Spätestens seit Anfang der 1960er Jahre bewegt Migration die DGB-Gewerkschaften. Bis heute ist die migrationspolitische Positionierung der Arbeitnehmerorganisationen jedoch ambivalent und umkämpft.

Im Rahmen einer Tagung an der Universität Osnabrück, zu der auch Dr. Maria Alexopoulou beiträgt, werden historische Beispiele für das Verhältnis zwischen Migrantinnen- organisationen und Gewerkschaften im Kontext der jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert.

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Der gesellschaftliche Umgang mit der diktatorischen Vergangenheit: Diskurse und Tradierungen

Am 9. November 2019 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Das Jubiläum gibt Anlass zu einer Bilanz: Wie gestaltete sich die Transformation nach dem Ende des SED- Regimes? Wie wurden Beteiligte an den SED-Verbrechen zur Verantwortung gezogen? Wer galt hierbei als Täter oder als Opfer?

Eine wissenschaftliche Tagung der “Stiftung Berliner Mauer” unter Mitwirkung von Dr. Maria Alexopoulou geht am 07./08. Februar diesen Fragen nach der gesellschaftlichen Auseinandersetzung nach dem Ende der Diktatur 1989 parallel zu Fragen nach der Auseinandersetzung nach dem Ende der NS-Herrschaft nach.

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